Grundstein des Werder-Frauenfußballs: Birte Brüggemann wird 50!

Birte Brüggemann feiert ihren 50. Geburtstag (Foto: WERDER:DE).
Frauen
Dienstag, 02.02.2021 / 09:10 Uhr

Von Marcel Kuhnt

Die Entwicklung des Frauenfußballs in Bremen und beim SV Werder trägt einen Namen: Birte Brüggemann. Werders Abteilungsleiterin hat wie keine andere die Förderung des Frauen- und Mädchenfußballs bei den Grün-Weißen geprägt. Heute feiert sie ihren 50. Geburtstag.

Am 27. Juli 2007 war es soweit: Nach monatelanger Vorbereitung ging die erste Trainingseinheit des neugegründeten Frauenteams des SV Werder über die Bühne. Schon damals war Birte Brüggemann verantwortlich für die Geschicke der Abteilung. Seitdem sind über dreizehneinhalb Jahre für die gebürtige Bremerin und die Werder-Frauen vergangenen. Eine Zeit, die einiges zu bieten hatte.

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Wenn Brüggemann über Fußball spricht, weiß sie genau worüber sie redet. Dies zeigt allein ihr Werdegang. Als Kind begann ihre eigene fußballerische Laufbahn, nachdem sie beim Sepp-Herberger-Tag an ihrer Schule die Liebe zum Fußball und ihre Lehrer ihr Talent entdeckten. Auch in den verschiedensten Leichtathletikdisziplinen hatte Brüggemann eine Begabung, doch sie spezialisierte sich mehr und mehr in Richtung Fußball.

Zwar hatte Birte Brüggemann zu ihrer aktiven Zeit auch die Möglichkeit als Spielerin in anderen Regionen Deutschlands zu spielen, ihre Heimatregion verließ sie jedoch nie. Und so kam es nicht von ungefähr, dass sie neben ihrem Studium an der Universität Bremen auch ihre berufliche Karriere an der Weser startete. Beim Bremer Fußballverband (BFV) war sie Landesauswahltrainerin, sie hatte einen Lehrauftrag an der Uni und gestaltete die Entwicklung des Fußballs auf Bremer-Ebene als DFB-Stützpunktkoordinatorin – bis heute als einzige Frau bundesweit in dieser Position – aktiv mit, bevor sie sich der Herausforderung SV Werder annahm.

Es entwickelte sich eine rasante Anfangsphase beim SVW. Das „Projekt Frauenfußball“ nahm bereits in der ersten Spielzeit 2007/2008 so an Fahrt auf, dass die Grün-Weißen souverän sowie ohne jeglichen Punktverlust und mit einem Torverhältnis von 162:0 die Spielzeit als Bremer Meister beendeten. Damals an der Seitenlinie: Birte Brüggemann. Als Projektleiterin gestartet, übernahm sie im Dezember 2007 auch das Amt der Trainerin. Übrigens: Birte Brüggemann war Teil des 52. Fußball-Lehrer-Lehrgangs, dessen Prüfung sie bereits im Dezember 2006 erfolgreich ablegte. Genauso wie unteranderem die Kursteilnehmer Bruno Labbadia, Bernhard Trares oder Thomas Tuchel.

Die Geschichte des Frauenfußballs beim SV Werder ist und bleibt untrennbar mit dem Namen Birte Brüggemann verknüpft.
Dr. Hubertus Hess-Grunewald

Die Saison 2007/2008 endete für Trainerin Birte Brüggemann und den SV Werder jedoch nicht nur mit dem Gewinn der Bremer Meisterschaft. In einer nervenaufreibenden Relegation gegen den Niendorfer TSV (2:1) und den Ratzeburger SV (1:1) gelang der erhoffte Aufstieg in die Regionalliga. „Bei den Aufstiegsspielen haben wir im Trainerteam einen halben Herzinfarkt bekommen“, sagte Brüggemann in einem früheren Interview mit Blick auf die Entscheidungsspiele.

In den Folgejahren führte Birte Brüggemann die Doppelfunktion aus Abteilungsleiterin und Trainerin weiter aus – mit Erfolg. Die Grün-Weißen schafften im ersten Regionalliga-Jahr den direkten Durchmarsch in die 2. Frauen-Bundesliga und etablierten sich dort ebenfalls. Erst mit Beginn der Saison 2013/2014, in der Werders langjährige Kapitänin Chadia Freyhat das Traineramt endgültig übernahm, konnte sich Brüggemann wieder gänzlich auf die Funktion Abteilungsleiterin und somit auf die insgesamt vier Teams des SVW (1. Frauen, 2. Frauen, U17, U15) konzentrieren.

Was sie gemeinsam mit vielen anderen Personen in den darauffolgenden Jahren erreichte, ist bekannt. Aufstiege, Meisterschaften, aber auch traurige Momente wie die Abstiege aus der Frauen-Bundesliga durchlebte Birte Brüggemann, die stets den Teamgedanken hinter den Mannschaften lebte und vorantreibt.

„Die Geschichte des Frauenfußballs beim SV Werder ist und bleibt untrennbar mit dem Namen Birte Brüggemann verknüpft. Durch ihre akribische Arbeit hat sie die Weichen für die Entwicklung der Abteilung gestellt und maßgeblich an dem Erfolg beigetragen“, würdigt Dr. Hubertus Hess-Grunewald, Werder-Präsident und zuständiger Geschäftsführer, die Arbeit Brüggemanns. Der SV Werder Bremen wünscht Birte Brüggemann alles Gute zum 50. Geburtstag!

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